Erhöhung des Ölstandes an den Stirnrädern



Motor der allerersten Generation M72, die Nockenwelle ist vorn wie hinten Gleitgelagert:






ausgebuchste Führung des Druckstückes für die Kupplungsbetätigung (Öldichtheit)



hier zu sehen die verschiedenen Kolben für die Seitenventiler,
links: russisch aktuell            mitte:  russisch ganz frühe Baujahre       rechts: chinesische Produktion
                                                                                                                                     welche von der Qualität                                                                                                                                           her sehr überzeugen


Hier Kolben aus polnischer Produktion, bis jetzt das Beste, was ich in den Händen hatte, dezentraler Kolbenbolzen für ruhigen Lauf, beschichtet, absolut gleiches Gewicht inkl. Kolbenringen, Kolbenbolzen und Sicherungsringen, aus zertifizierter Herstellung!



Ausrücklager für das Kupplungsdruckstück:
unten das originale, qualitativ minderwertige Lager, welches nicht sehr lange hielt (auf dem Bild nach 160 km), da es in ungehärteten Stahl läuft und oben das als Zubehör erhältliche Axialnadellager mit gehärteten Anlaufscheiben, welches seit mehreren tausend Kilometern ohne sichtbare Abnutzungspuren hält
 (gibt es bei eBay: 1x AXK 0821 und 2x AS 0821)



Vergaser:
hier zu sehen die chinesischen Nachbauten der K37 Vergaser allerdings mit 28mm Durchlass, statt der 24mm wie beim K37,
die DENI PZ28D: man sollte vor dem Einbau auf jeden Fall die Bedüsung kontrollieren, die Justierung der Nadel und die Hauptdüse auf 110 aufreiben, den Plastik-Schwimmer austauschen gegen einen Messingschwimmer und als grobe Grundeinstellung die Leerlaufgemischschraube ca. eine dreiviertel Umdrehung herausdrehen, eine dicke Vergaserdichtung (ich bevorzuge 1cm Pertinax) als Hitzeschutz ist zwingend nötig,
Vorsicht bei der Verwendung von Benzinfiltern, diese können sich langsam (meist nicht sichtbar) zusetzen und zu unerklärlichen Aussetzern im Vollgasbetrieb führen, schlimmer noch zu einer Abmagerung des Gemisch >> Überhitzung eines Zylinders und Zerstörung des Kolbens (leider schon erlebt), ich habe diese Filter schnell wieder entfernt und reinige lieber öfters die Schwimmerkammer des Vergasers.





hier auf dem Bild zu sehen: eine nagelneue Lagerrolle aus dem Pleuellager einer neuen chinesischen Kurbelwelle!!                         (leider sahen über die Hälfte der Rollen so aus)


aber auch russische Kurbelwellen wurden mit solchen Zapfen verbaut:


kaum zu glauben, der Motor, aus dem diese Kurbelwelle stammt, lief bis zum Ausbau dieser!!!


Einbau der Kurbelwelle
Vorbereitung: vorderes KW-Lager in das Motorgehäuse einsetzen, hinteres KW-Lager im Heiß-Kalt-Verfahren (KW in die Gefriertruhe/Lager auf die Heizplatte) auf die KW aufsetzen (Montage der Schleuderbleche nicht vergessen).
1. Kurbelwelle wie auf dem Bild mit den Pleuel zuerst einfädeln.



2. Dann KW nach vorn in das Gehäuse kippen, ausrichten und in das vordere KW-Lager ziehen, hier empfiehlt sich auch das Kalt-Heiß-Verfahren, umso leichter rutscht die KW in das vordere Lager.
 Danach erfolgt die Motage des hinteren Lagerdeckels mit Lager, hat man auf Wellendichtring umgebaut, kann man die hinteren Scheiben (Ölabweiser) weglassen. Den Umbau auf Wellendichtring (50x65x10 Viton!) kann ich nur empfehlen.
Zu beachten ist, dass die Ölbohrung vom Gehäuse mit der vom Lagerdeckel genau fluchtet. Dies probiert man vor der Montage, indem man einen dickeren Schweißdraht von unten (Ölpumpe) durch die Bohrung schiebt. Der Schweißdraht sollte bis in das Lagerschild reichen (Länge messen).
Ansonsten ist die Ölversorgung des KW-Lagers und des hinteren Pleuels gefährdet.